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Veröffentlicht 26/08/2024 • Zuletzt aktualisiert 01/10/2026

Lokale Keywords: Wie du die richtigen Local-SEO-Keywords auswählst

Lokale Keyword-Recherche für Kundenprofile: wo lokale Suchintention sichtbar wird, wie viele Keywords du wählst und was die Localo-Analyse von 131.862 Keywords zeigt.

Localo-Blogtitelbild mit der Frage „Wie wählst du die richtigen Local-SEO-Keywords?“ vor einer illustrierten Suchergebnisseite mit Lupe und Kartenpins.
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Inhaltsverzeichnis

Ein lokales Keyword ist eine Suchphrase, in der ein Ort steckt: ausdrücklich genannt, über die Nähe angedeutet oder von Google aus dem Gerätestandort abgeleitet. Welche zehn du für das Google-Unternehmensprofil eines Kunden auswählst, entscheidet, mit welchen Wettbewerbern es verglichen wird, welche Positionen du trackst und wofür seine Inhalte geschrieben werden. Du prüfst jeden Kandidaten mit drei Fragen: Ist das Suchvolumen echt, ist das Local Pack angreifbar, ist ein einzelner Kunde daraus die Arbeit wert.

Liegst du daneben, sieht nichts kaputt aus. Deine Local-SEO-Software macht genau das Richtige mit der Liste, die du ihr gegeben hast: Das Profil konkurriert still mit den falschen Unternehmen, taucht bei Phrasen zum Stöbern statt zum Kaufen auf, oder taucht gar nicht auf, weil nichts im Profil und nichts auf der Website des Kunden zu dem passt, was du angepeilt hast.

Wie eng diese Liste eingebunden ist, hängt vom Tool ab. In Localo steckt sie hinter allen drei Aufgaben, deshalb liegt die Grenze bei zehn Keywords pro Profil. Dieser Guide geht jede dieser drei Fragen an echten Kundenprofilen durch, zeigt, wie kurz die Liste sein sollte, und endet mit dem, was die Localo-Analyse von 131.862 getrackten Keywords zeigt: Keywords im Namen und in der Beschreibung gehen mit einem kleinen Plus einher, während Bewertungs- und Fotoanzahl deutlich stärker mit der Position korrelieren. Damit hörst du auf, Stunden an der falschen Stelle zu verbringen.

Was sind lokale Keywords und was macht ein Keyword lokal?

Lokale Keywords zielen auf ein Unternehmen, das jemanden dort bedienen kann, wo er gerade ist. Lokal werden sie dadurch, wie die Phrase den Ort mitbringt, und dafür gibt es drei Wege:

  1. Der Ort steht ausdrücklich in der Phrase. Eine Leistung oder ein Produkt plus Stadt, Stadtteil, Straße oder Postleitzahl. Zum Beispiel „window cleaning baltimore“ oder „matcha shop portland or“.

    Google-Ergebnisse für das lokale Keyword „matcha shop portland or“: ein Local Pack mit drei Matcha-Cafés neben einer Karte von Portland.

  2. Die Nähe steht in der Phrase, der Ort bleibt offen. Keine Ortsangabe, aber ein klarer Hinweis darauf, dass jemand etwas in seiner Umgebung sucht. Zum Beispiel „24/7 laundry“ oder „electrical supplies near me“.

    Google-Ergebnisse für „24/7 laundry“: ein Local Pack mit drei rund um die Uhr geöffneten Waschsalons in Baltimore. Die Phrase deutet einen Ort an, ohne ihn zu nennen.

  3. Nichts steht in der Phrase, übrig bleibt nur die lokale Suchintention. Jemand tippt „coffee shop“, und Google entscheidet über den Gerätestandort und zeigt eine Karte mit Ergebnissen.

    Google-Ergebnisse für „coffee shop“, eine Phrase ganz ohne Ortsangabe, die trotzdem ein Local Pack mit Cafés in der Nähe liefert.

💡Tipp: Nutzer fragen immer häufiger KI-Modelle nach Empfehlungen. Lokale Keywords im Inhalt beeinflussen deshalb auch, wie die KI das Unternehmen deines Kunden einordnet. Mehr dazu: Wie KI das Local SEO 2026 verändert hat

Es gibt nur diese drei Wege, auf denen ein Keyword lokale Suchintention transportiert (Ort, Nähe oder bloßer Kontext). Kombinierst du sie, entstehen daraus viele Varianten derselben Phrase. Die exakte Zeichenfolge braucht Google dabei nicht, denn es gleicht Wortstämme ab: Ein Profil rund um „Klempnerei“ kann auch bei „Klempner“ erscheinen. Das zeigt Localos eigene Analyse von 131.862 getrackten Keywords, deren genaue Zahlen am Ende dieses Artikels stehen.

Du wählst also nicht zwischen allen grammatischen Varianten einer Leistung, sondern zwischen verschiedenen Dingen, nach denen Menschen tatsächlich suchen.

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Wie findest du lokale Keywords, nach denen Kunden suchen?

Drei Schritte führen zu einer Liste, die auf echtem Suchverhalten beruht:

  1. Bau eine Liste lokaler Keyword-Varianten entlang der drei Grundmuster (Ort, Nähe, lokale Suchintention)
  2. Prüfe, für welche Keywords das Profil deines Kunden heute schon erscheint
  3. Entscheide zwischen generischem und lokalem Keyword anhand des geschätzten Suchvolumens

1. Wie baust du eine Liste lokaler Keyword-Varianten, die echtes Suchverhalten abbildet?

Keywords der ersten Art, mit dem Ort in der Phrase, sind der Startpunkt der Liste. Sie folgen einer Handvoll fester Muster:

  • Leistung + Stadt, zum Beispiel „hotel köln“
  • Leistung + Stadtteil, zum Beispiel „saalvermietung prenzlauer berg“
  • Leistung + Kiez, zum Beispiel „café schanzenviertel“

Welches Muster zu deinem Kunden passt, hängt davon ab, was er verkauft und wie sein Einzugsgebiet aussieht. Die Grenze zieht nicht Google, sondern die Strecke, die jemand für diese Leistung tatsächlich fährt.

Eine Hausarztpraxis in Berlin-Kreuzberg kann alle drei Muster bespielen, denn ihre Patienten:

  • kommen teils aus dem ganzen Stadtgebiet
  • suchen teils gezielt im Bezirk
  • stehen teils direkt davor und prüfen, wo der Eingang ist

Sie tippen also „hausarzt berlin“, „hausarzt kreuzberg“ und „hausarzt berlin kreuzberg“. Ein Café an derselben Adresse fährt besser mit „café kreuzberg“: Für einen Espresso fährt niemand quer durch die Stadt.

Wie diese Entscheidung in der Praxis fällt, siehst du hier.

In einem Onboarding-Gespräch ging ein Spezialist aus dem Localo-Team mit einem Nutzer dessen Keyword-Liste für ein eigenes Ferienhaus in den Pyrénées-Atlantiques durch. Die Leistungen stimmten, der Ort stand in jedem Keyword, und es war der richtige Ort. Alles so, wie die Muster oben es vorsehen. Das Problem war das Volumen: Jedes Keyword auf der Liste kam auf weniger als fünfzehn Suchanfragen pro Monat.

Der Nutzer bestätigte das aus eigener Anschauung und ergänzte etwas, das keine Keyword-Analyse je gezeigt hätte:

„Mourenx ist das Dorf, in dem wir sind … es gibt dort nicht besonders viele Suchanfragen. Im Sommer sind es manchmal bis zu 70 pro Monat, im Rest des Jahres aber nicht.“

Dann schlug er die Korrektur selbst vor und ersetzte den Ort durch die Region:

„Bayonne ist, wie du vielleicht weißt, die Region, in der wir liegen … sie ist umkämpfter, weil es im ganzen Bayonnais etliche andere [Ferienhäuser] gibt. Also ist das wahrscheinlich die bessere Richtung, um zu ranken.“

Er nahm bewusst das schwerere Feld, denn ein Keyword, nach dem niemand sucht, ist weniger wert als eines, um das du kämpfen musst. Eine sauber gebaute Keyword-Liste kann trotzdem die falsche Liste sein.

2. Wie prüfst du, für welche Keywords das lokale Unternehmen heute schon erscheint?

Die lokalen Keywords, für die dein Kunde bereits erscheint, findest du in seinem Google-Unternehmensprofil, die seiner Website in der Google Search Console.

So findest du die Keywords im Unternehmensprofil:

  1. Öffne das Profil des Kunden und klick auf Leistung.
  2. Wähle einen Zeitraum: Sechs Monate sind voreingestellt und zugleich das Maximum.
  3. Die Keywords stehen unter „Suchbegriffe“.

Dashboard des Google-Unternehmensprofils mit eingekreistem Button Leistung: der Einstieg zu den Keywords, für die das Profil schon erscheint.

Du kannst auch den kostenlosen Local Rank Checker von Localo ausprobieren und die Positionen deines Kunden und seiner Wettbewerber in den Suchergebnissen und in Google Maps ansehen. Dann siehst du, wo das Profil deines Kunden heute für die Keywords aus dem Bericht steht.

So findest du die Keywords in der Google Search Console, in drei Schritten:

  1. Öffne die Google Search Console.
  2. Geh in den Reiter „Leistung“ und dort auf „Suchergebnisse“.
  3. Unter „Suchanfragen“ siehst du die Keywords, für die die Website deines Kunden erscheint.

Seitenmenü der Google Search Console mit eingekreisten Suchergebnissen und geöffnetem Reiter Suchanfragen, der die Keywords der Kundenwebsite zeigt.

3. Wie entscheidest du zwischen generischem und lokalem Keyword anhand des geschätzten lokalen Suchvolumens pro Stadt?

Ein hohes Volumen auf einem generischen Keyword kann täuschen, weil dieses Keyword bundesweit und nicht lokal konkurriert. Wer „pizza“ tippt, bekommt Pizzerien in der Umgebung, aber auch Rezepte aus Kochblogs.

Hinter einem generischen Begriff mischen sich die Absichten, und er löst nicht immer ein Local Pack aus, in dem das Profil deines Kunden einen Platz bekommen könnte. Unterschätze lokale Keywords also nicht, auch wenn ihr Volumen kleiner ausfällt.

Mit diesen Tools schätzt du das lokale Suchvolumen einzelner Keywords:

  • Google Trends ist kostenlos und zeigt Suchtrends nach Land, Stadt und Region.
  • Die Google Search Console ist kostenlos und liefert Klicks und Impressionen einzelner Phrasen nach Land, sofern die Website des Kunden schon angebunden ist.
  • Ahrefs und Semrush kosten Geld und liefern exakte Suchvolumina nach Land.

Funktionieren „in meiner Nähe“-Keywords noch?

Google nutzt Standortsignale vom Gerät, um passendere Ergebnisse auszuspielen, ganz gleich ob die Phrase einen Ort nennt. [Google Datenschutzerklärung & Nutzungsbedingungen, Wie Google Standortinformationen verwendet]

Deshalb wiegen „in meiner Nähe“-Keywords heute weniger als früher: Die Wörter wiederholen, was das Gerät ohnehin liefert. Wertlos macht sie das nicht. Prüf ihr Volumen in der Branche deines Kunden und gib einem davon nur dann einen Platz, wenn es die übrigen Kandidaten schlägt.

Wie machst du lokale Keyword-Recherche für mehrere Standorte?

Der erste Reflex: eine Liste bauen und sie mit wechselnden Ortszusätzen über jede Stadt kopieren. Von Standort zu Standort ändert sich aber einiges:

  • Dein Kunde trifft an jedem Standort auf andere Wettbewerber, selbst bei identischen Keywords.
  • In einer großen Stadt wie Hamburg hat der Städtename hohes Volumen; in einer Kleinstadt bringt der Kreis oder die Region mehr Suchanfragen.
  • Regionale Unterschiede prägen, wie Menschen dieselbe Leistung benennen: Ein Keyword, das an einem Ort zählt, wird andernorts ignoriert.

Deshalb führst du den Prozess pro Standort, nicht pro Kunde:

  1. Schreib die Kernleistungen oder Produkte des Kunden auf. Nur dieser Teil wiederholt sich.
  2. Leg eine Liste mit Ortszusätzen an: Bundesländer, Städte, Stadtteile, oder nur Nähe-Marker.
  3. Simulier die lokalen Suchergebnisse an jedem Standort und prüf, ob diese Keywords dort überhaupt ein Local Pack auslösen.

Das kostet Zeit, aber Abkürzungen zahlen sich nicht aus. Lokale Keywords von Kunde zu Kunde zu kopieren bringt nicht die Ergebnisse, die du erwartest. Zwei Zahnärzte in derselben Stadt haben unterschiedlich viele Bewertungen, unterschiedliche Entfernungen zum Suchenden und unterschiedlich gepflegte Profile.

In Localo stellst du die Keyword-Liste pro Profil ein, nicht pro Branche oder Region. Im nächsten Abschnitt siehst du, wie diese Liste darüber entscheidet, gegen wen dein Kunde antritt.

Gegen welche Wettbewerber stellt deine Keyword-Liste deinen Kunden?

Die Keywords, die du für einen Kunden wählst, bestimmen seine Hauptkonkurrenz.

Angenommen, dein Kunde führt ein Studio für medizinische Ästhetik in Cambridge, Massachusetts. Das Geschäft ist stark spezialisiert, und er möchte auf „medical aesthetics clinic harvard square“, „medical aesthetics clinic cambridge“ und „medical aesthetic clinic boston“ erscheinen.

Jedes dieser Keywords löst eine andere Liste möglicher Wettbewerber aus. Das erste, „medical aesthetics clinic harvard square“, stellt den Kunden gegen Studios in Laufweite: eine Handvoll Betriebe, die meisten in seiner Größenordnung.

Google-Ergebnisse für „medical aesthetics clinic harvard square“: drei Studios für medizinische Ästhetik in Laufweite voneinander.

Das zweite, „medical aesthetics clinic cambridge“, weitet den Kreis auf alle Praxen in Cambridge und holt Betriebe mit deutlich mehr Bewertungen und längerer Historie herein.

Google-Ergebnisse für „medical aesthetics clinic cambridge“: ein breiteres Wettbewerberfeld, in dem Praxen aus Boston mit deutlich mehr Bewertungen auftauchen.

Das dritte, „medical aesthetic clinic boston“, reicht über den Fluss.

Google-Ergebnisse für „medical aesthetics clinic boston“: Studios für medizinische Ästhetik aus dem ganzen Ballungsraum, auf beiden Seiten des Flusses.

Der Kunde hat sich nicht verändert. Die Konkurrenz schon. Das Wettbewerberfeld hängt am Profil, nicht an der Branche.

Eine Liste der wichtigsten Wettbewerber zeigt dir, welche Keywords ihnen Traffic bringen. Prüf an ihren Profilen, ob dein Kunde neben ihnen bestehen oder sie auf den vorderen Plätzen überholen kann:

  • Besetzen etablierte Betriebe das Local Pack und die vorderen Plätze, oder sind es frische Profile?
  • Sind es Betriebe aus der Umgebung oder große nationale Marken mit lokaler Seite und lokalem Profil?
  • Wie steht es um ihren Ruf?

Genau dieses Lesen des Local Packs spart dir später Zeit, wenn du entscheidest, welche Keywords auf der Liste bleiben.

💡Tipp: Wenn du die Kundenprofile in Localo führst, ist genau das die Vergleichsgruppe des Audits: fünf führende Profile aus der Umgebung, ausgewählt nach den Keywords, die du festlegst, und das Profil wird an ihnen gemessen. Der Vergleich steht also nicht fest. Tausch ein Keyword aus, und du misst dich an fünf anderen.

Welche Keywords bieten die besten Erfolgsaussichten?

Der Reflex ist, nach Volumen zu sortieren und von den breiten Begriffen hinunter zu den Long-Tail-Keywords mit kleinerem Volumen zu arbeiten. Das Volumen allein garantiert aber nichts, denn bei einem breiten Keyword ist es eine gemischte Zahl. Mehr Suchanfragen heißt nicht automatisch besser.

Wer „wohnungsreinigung“ tippt, sucht vielleicht eine Reinigungsfirma, vielleicht auch Tipps zum Selbermachen. Beide landen im selben Topf, und keine Position verwandelt die zweite Gruppe in Kunden.

Drei Dinge prüfst du, in dieser Reihenfolge: Ist das Suchvolumen echt, ist das Local Pack angreifbar, und ist ein einzelner Kunde daraus die Arbeit wert.

Woran erkennst du, dass ein Keyword mit hohem Volumen zu umkämpft ist?

An den lokalen Suchergebnissen für dieses Keyword. Wenn die ersten drei Plätze im Local Pack von Profilen mit Hunderten frischer Fünf-Sterne-Bewertungen besetzt sind, von bundesweiten Ketten oder von Verzeichnissen wie Das Örtliche, lass es vorerst und prüf das nächste.

Du holst dabei ohnehin nicht eine einzelne Position. Das Local Pack entsteht rund um den Suchenden: Dasselbe Profil steht für jemanden in der Innenstadt in den Top 3 und für jemanden ein paar Kilometer weiter gar nicht. Die Frage ist, ob du deinen Kunden dort ins Pack bringst, wo seine Kunden sind.

Wie findest du Long-Tail-Keywords fürs Local SEO?

So lautet die Methode in den meisten Ratgebern: Nimm die Kernleistungen des Kunden, häng Stadt oder Stadtteil an, stapel ein paar Zusätze, und du hast eine Liste mit wenig Konkurrenz. Du hast auch eine Liste mit Phrasen, die niemand tippt.

Ein Localo-Nutzer, ein Betrieb für Parkettsanierung in Cleveland, hatte seine Liste genau so gebaut: eine Leistung, jedes Mal eine andere Stadt.

„Wir haben ‚hardwood floor refinishing‘. Das Keyword ist im Grunde dasselbe. Wir haben nur eine Stadt angehängt.“

Als das Localo-Team das Profil mit ihm durchging, kamen acht seiner zehn Keywords auf weniger als fünfzehn Suchanfragen pro Monat. Was er dann vom Bildschirm ablas, ist der Teil, den man behalten sollte:

„Wenn du dir diese Keywords auf dem Bildschirm ansiehst, bei den oberen, mit den Städten, steht weniger als 15 Suchanfragen. Und ‚dustless floor sanding‘ hat etwa 200. ‚Hardwood floor refinishing Cleveland‘ hat 40. Und ganz unten hat ‚wood floor refinishing service‘ 350.“

Sieh dir die Reihenfolge an. Das Keyword mit dem größten Volumen ist das längste und genaueste der Liste, und es nennt keine Stadt. Dieselbe Leistung mit angehängter Stadt holt ein Neuntel davon. Was hier ein gewinnbares Keyword von einem toten trennt, ist der Wortschatz.

„Manche wissen gar nicht, was ‚refinishing‘ heißt. Die einen suchen nach ‚hardwood floor sanding‘, die anderen nach ‚floor sanding and staining‘. Sie suchen einfach unterschiedlich.“

Das Wort der Branche und das Wort des Kunden sind oft zwei verschiedene Wörter, und das Volumen trägt meist das zweite. Genau danach suchst du: nach den Formulierungen der Leute, die die Leistung oder das Produkt kaufen wollen.

Die Methode für Long-Tail-Keywords läuft deshalb so:

  1. Sammle die Formulierungen, mit denen Kunden die Arbeit beschreiben: aus Anfragen und Anrufen beim Kunden, aus dem Leistungsbericht des Profils, aus den Wettbewerberprofilen aus dem letzten Abschnitt.
  2. Prüf bei jeder das Volumen, bevor du einen Städtenamen anhängst.
  3. Häng Geografie nur dort an, wo die lokale Variante trägt. Manchmal trägt sie. Häufiger ist die reine Leistungsphrase das stärkere Keyword, und die Geografie holen sich die Algorithmen aus dem Standort von Suchendem und Profil.

Wann ist ein Long-Tail-Keyword mit kleinem Volumen die richtige Wahl?

Dann, wenn eine klare Kauf- oder Auftragsabsicht darin steckt, besonders wenn die Profile der lokalen Wettbewerber nicht darauf ausgerichtet sind. Noch besser, wenn die Marge deines Kunden bei dieser Leistung hoch ist und schon ein einzelner Auftrag aus einem schwach gesuchten Keyword sich rechnet.

Wie viele Keywords solltest du wählen?

Localo lässt dich zehn lokale Keywords zum Google-Unternehmensprofil deines Kunden hinzufügen. Warum nur zehn? Ein Unternehmensprofil ist keine Website. Die Inhalte, die du dort unterbringst, sind begrenzt. Betrachte die Keyword-Liste als Budget, das du für das ausgibst, was Umsatz bringt.

Stemming macht diese Grenze erträglicher. Weil Google Wortstämme abgleicht statt exakter Zeichenfolgen, müssen die zehn Plätze „Klempner“ und „Klempnerei“ nicht getrennt abdecken. Eines trägt das andere mit. Zehn Plätze für zehn verschiedene Dinge, nach denen Menschen suchen, geben dir ein klareres Bild als zehn Plätze für eine Sache in zehn Formulierungen.

Solltest du eine Liste übernehmen, die jemand anderes gebaut hat?

Die Liste, die dein Kunde mitbringt, kannst du dir ansehen, folgen solltest du ihr nicht blind, besonders wenn du nicht weißt, wie sie entstanden ist. Es können zu breite Phrasen darauf stehen, bei denen dein Kunde kaum Chancen hat.

Geh die Schritte aus dem vorigen Abschnitt durch: Prüf jedes Keyword auf Relevanz, auf ein ausgelöstes Local Pack, auf Suchvolumen und auf das Wettbewerberfeld, das daran hängt.

Ändert sich das Google-Unternehmensprofil, wenn du die Keyword-Liste änderst?

In Localo ist die Keyword-Liste eine Eingabe innerhalb der App, keine Bearbeitung des Google-Unternehmensprofils. Bei Google bewegt sich nichts, weil sich eine Liste geändert hat. Alles, was das Profil erreicht, etwa eine neu geschriebene Beschreibung oder ein veröffentlichter Beitrag, ist eine eigene Handlung, die du bewusst auslöst.

Solltest du die Keyword-Liste häufig ändern?

Besser nicht. Localo empfiehlt, die Liste drei bis sechs Monate stabil zu halten. So verfolgst du die Leistung des Profils über die Zeit und siehst, was nachgebessert werden muss. Änderst du zu oft, liest du die Wirkung deiner eigenen Arbeit nicht mehr ab.

Was tun, wenn die Liste lokaler Keywords steht?

Sobald die Liste steht, kannst du dich an das Profil deines Kunden machen. In Localo speisen die gewählten Keywords drei Aufgaben:

  • das Messen der Local-SEO-Ergebnisse, etwa im GBP-Audit-Tool, das wöchentlich automatische Prüfungen gegen die gewählten Keywords fährt und das Google-Unternehmensprofil mit fünf führenden Profilen aus der Umgebung vergleicht, die auf diese Keywords ranken. Der vollständige Leitfaden zum lokalen SEO-Audit beschreibt, was dieses Audit sonst noch prüft.

Audit-Bewertung von 77 % für ein Profil einer Fahrzeugaufbereitung in Localo, mit Position und Sichtbarkeit für jedes Keyword der Liste.

  • das Auswerten der Daten, etwa mit dem Keyword-Tracking, mit dem du die Positionen des Profils für die gewählten Keywords verfolgst

Positionskarte in Localo mit eingekreistem Keyword-Umschalter, die die Positionen im gesamten Einzugsgebiet für das gewählte Keyword zeigt.

Beitragsansicht in Localo mit zwei eingekreisten Themenvorschlägen, erzeugt aus den Keywords, die für das Profil getrackt werden.

Was lokale Keywords leisten und was nicht

Localos Studie zu den wichtigsten Rankingfaktoren im Local SEO hat 131.862 aktiv getrackte lokale Keywords gegen Name, Beschreibung, Bewertungstext und die letzten zehn Beiträge jedes Profils abgeglichen, mit fünf Matching-Methoden: exakte Phrase, alle Wörter, beliebiges Wort sowie Stamm-Matching auf vier und fünf Zeichen. Geprüft haben wir, ob die Leistung eines Google-Unternehmensprofils von Keywords abhängt und wenn ja, wie stark.

Das sind die Ergebnisse:

Profilbereich Stärkstes Matching Effekt Schwächstes Matching Effekt
Beschreibung Stamm 4 Zeichen, beliebiges Wort +4,6 pp alle Wörter +0,5 pp
Name Stamm 5 Zeichen, alle Wörter +4,0 pp beliebiges Wort +2,3 pp
Beiträge Stamm 4 Zeichen, beliebiges Wort +1,8 pp beliebiges Wort +0,2 pp
Bewertungen exakte Phrase +1,6 pp beliebiges Wort −1,0 pp

Nur zwei Bereiche zeigen einen Effekt: Keywords in der Beschreibung und im Namen. Die Beschreibung führt, und ausgelöst wird der Effekt von einem Wortstamm aus vier Zeichen, nicht von der exakten Phrase.

Jetzt die Bereiche, die nichts ergeben haben:

  • Keywords im Bewertungstext zeigen kein Muster, also lenk die Formulierung von Bewertungen nicht.
  • Keywords in der Domain: Profile mit einem landen zu 70,1 % in den Top 3, Profile ohne zu 70,2 %. Ein Zehntelpunkt, und zwar in die falsche Richtung. Dieselbe Prüfung ergab 70,0 % für HTTPS gegenüber 70,9 % für einfaches HTTP.
  • Keywords im URL-Pfad bleiben unabhängig von der Position bei 12–14 % Häufigkeit. Gemessen haben wir dort eine Häufigkeit und keinen Top-3-Vergleich, lies es also als „kein Muster gefunden“ und nicht als Nullergebnis.
  • Ortskeywords im Beitragstext liefern den einzigen negativen Wert, −0,1 pp.

Zur Einordnung: Der stärkste Keyword-Effekt der ganzen Studie, +4,6 pp für einen Wortstamm in der Beschreibung, liegt unter einem einzigen Schritt bei der Bewertungszahl. Profile, die von 21–50 auf 101–200 Bewertungen wechseln, liegen bei +11,8 pp. Fotos spielen in derselben Liga: Profile mit mehr als fünfzig Fotos kommen auf 71,3 % Top-3-Quote gegenüber 62,4 % in der Spanne 21–50, bei gleicher Bewertungszahl.

Das heißt nicht, dass du Keywords im Local SEO ignorieren kannst. Sie sind die Grundlage für Vergleich, Tracking und Inhaltsoptimierung des Profils, also für die drei Aufgaben, durch die dieser Guide dich gerade geführt hat. Was sie nicht belohnen, sind die vier Praktiken oben.

Ist es sicher, Keywords in den Unternehmensnamen zu schreiben?

Nein. Die Google-Richtlinien zum Unternehmensnamen verbieten es, Keywords, Orte oder Slogans hinzuzufügen. Der einzige verfügbare Name ist damit der echte, und Profile werden dafür gesperrt. [Google Business Profile Help, Richtlinien für die Darstellung Ihres Unternehmens auf Google] Die +4,0 pp aus der Tabelle beschreiben Betriebe, deren eingetragener Name schlicht beschreibend ist, etwa „Zahnarztpraxis Müller für Familien und Kieferorthopädie“ gegenüber „Müller“. Das ist ein Zusammenhang zum Verstehen, kein Hebel zum Ziehen. Wenn ein Kunde darauf drängt, lautet die Abwägung: Sperrrisiko gegen eine Obergrenze von vier Punkten. Die Definition findest du auf der Seite Keyword-Stuffing.

Die Beschreibung ist der einzige Ort, an dem die Keyword-Wahl wirklich bei dir liegt. Schreib sie natürlich und lass das Stemming den Rest erledigen. Die übrige Zeit steck in Bewertungen und Fotos. Die Studie kommt zu dem Schluss, dass sie fünf- bis zehnmal stärker wirken als jede Keyword-Platzierung.

FAQ zur lokalen Keyword-Recherche

Wie viele Keywords sollte ein Google-Unternehmensprofil anvisieren?

Google setzt keine Grenze, aber ein Profil fasst weit weniger Inhalt als eine Website, deshalb bündelt eine kurze Liste die Optimierung: Localo gibt jedem Profil zehn Plätze, und dank Stemming deckt ein Eintrag „Klempner“ und „Klempnerei“ schon gemeinsam ab.

Kann man Keyword-Difficulty-Werten bei lokalen Begriffen trauen?

Nein, denn gängige SEO-Tools wie Ahrefs berechnen die Difficulty aus nationalen oder globalen Linkdaten, nicht aus lokaler Konkurrenz und lokalen Suchergebnis-Elementen. [Ahrefs, What does KD stand for in Keyword Explorer]

Wann gehört ein Ort ins Keyword?

Wenn die lokale Variante echtes Suchvolumen hat, wenn der generische Begriff keine klare lokale Absicht trägt, oder wenn das lokale Volumen des generischen Begriffs unter dem der Ortsvariante liegt.

Welche Tools für lokale Keyword-Recherche sollte ich nutzen?

Google Trends und die Google Search Console sind kostenlos und decken lokale Keywords und Volumina ab, während Semrush und Ahrefs Geld kosten und Wettbewerberdaten ergänzen.

Nächster Schritt

Öffne die drei Kundenprofile, die du am wenigsten verlieren möchtest, und zähl, wie viele ihrer zehn Plätze auf Stadtvarianten derselben Leistung entfallen. Auf den meisten Listen ist es mehr als die Hälfte, und genau die frei werdenden Plätze lohnt es sich neu zu vergeben.

Quellen

Über den Autor

Sebastian Żarnowski

Sebastian Żarnowski

Mitgründer & CEO

Ich bin seit Jahren im Bereich des lokalen Marketings tätig und habe meine Karriere bei der KS Agency begonnen, wo ich auch die Abteilung für lokale Suchmaschinenoptimierung ins Leben gerufen habe. Derzeit entwickle ich als Mitbegründer von Localo ein Tool, das lokalen Unternehmen dabei hilft, ihre Kunden zu erreichen. Ich teile mein Wissen über Blogs, Webinare, soziale Medien und YouTube-Videos. Ich konzentriere mich auf Authentizität, einen praktischen Ansatz und Effektivität, um das Wachstum lokaler Unternehmen zu unterstützen und ihnen dabei zu helfen, effektiver mit ihren Kunden in Kontakt zu treten. Ich schätze unkonventionelles Denken und bin ständig auf der Suche nach neuen Lösungen im Marketing.

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